Noch ein neuer Verein?
- theartopensource

- 31. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 11. Sept. 2025
Hier lest ihr, warum wir TAOS gegründet haben.

Ja, wir denken, es braucht noch einen Verein. Aber bevor du jetzt die Augen verdrehst – lass uns kurz erklären…
Vor einiger Zeit wurde uns klar: Es fehlt ein Ort, an dem sich professionelle künstlerische Praxis und gesellschaftliches Engagement wirklich begegnen können. Zu oft sind diese Welten getrennt: Entweder ist es ein klassischer Kulturraum – oder ein soziales Projekt, in dem Kunst eher als Hobby, Therapie oder Freizeitbeschäftigung gesehen wird, nicht aber als professionelles, ernstzunehmendes Arbeitsfeld.
Die Idee für The Art Open Source e.V. (TAOS e.V.) ist aus diesem Bedürfnis heraus entstanden: dem Wunsch nach einem Raum, den wir selbst gestalten - ein Raum, der uns ähnelt. Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen Ursprüngen und Hintergründen. Ein Raum, in dem Kunst und soziale, politische, ökologische und menschliche Fragen miteinander verschmelzen – ohne um Erlaubnis zu fragen. Ohne dass das eine nur Vorwand für das andere ist.
Wir sind nicht hier, um zu wiederholen, was es schon gibt.
Dies ist ein künstlerisch-kultureller Verein – eine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen, die sich mit dem sozialen Umfeld um uns herum auseinandersetzt. Durch Kunst wollen wir das ansprechen, was dringend ist. Wir schaffen kreative, kollaborative Projekte, die Allianzen und Netzwerke knüpfen, Zugehörigkeit und Miteinander stärken. Und im besten Fall Reflexion und Wandel anstoßen.
Der Unterschied liegt in der Perspektive und der Art, wie wir arbeiten.
Unser Verein besteht zur einen Hälfte aus Migrantinnen und zur anderen Hälfte aus Einheimischen: Künstler*innen, Ingenieur*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrende, Angestellten aus verschiedenen Bereichen, … . Diese Mischung ist kein Zufall – sie ist Ausgangspunkt und Haltung zugleich. Vielfalt ist für uns nicht nur ein schönes Wort, sondern eine Praxis, eine Art zu leben und zu arbeiten.
Unser Ziel: über das sprechen, was uns jetzt betrifft. Was aus unserer Erfahrung heraus dringend ist. Über die Welt, in der wir leben – und die, in der wir leben wollen.
Wir wollen mehr: Eine Plattform, auf der künstlerische Ideen und Ausdrucksformen ernst genommen werden – professionell, fundiert, klar. Und gleichzeitig offen, kollaborativ, weitreichend. Wir sind offen für alle möglichen Formate und Projekte: Gespräche, Performances, Ausstellungen, Lesungen, Publikationen, Konzerte, Interventionen im öffentlichen Raum, Workshops, audiovisuelle Arbeiten, Kurse…
The Art Open Source ist eine Einladung.
Ein durchlässiger Raum, der sich berühren lässt - von dem, was innerhalb und außerhalb von uns geschieht.Ein Ort, an dem sich Geschichten kreuzen, an dem Begegnungen entstehen, die wir sonst nicht hätten.Ein Ort voller unbeantwortbarer - und gerade deshalb faszinierender - Fragen.
Kann Kunst verändern, wie wir uns als Gemeinschaft sehen?
Kann sie reale Wirkung entfalten?
Kann sie das Dringliche direkt ansprechen?Uns verbinden, zusammenbringen, Grundlagen schaffen?
Kann Kunst eine Art emotionaler Landkarte sein, auf der wir einander begegnen – eine, die wir aus unserer Lebenserfahrung heraus gestalten?Ein sicherer Ort?
Wo überschneiden sich künstlerisches Schaffen, Politik, soziale Fragen und individuelle Sehnsüchte?Ist es möglich, den sozialen Raum durch Kunst zu reflektieren?
Bei The Art Open Source e.V. leben wir genau an dieser Schnittstelle – und lassen uns von diesen Fragen leiten.
The Art Open Source e.V. , August 2025
